Die letzten Einsätze

26.02.2024  Brandeinsatz  in Gartensiedlung am HUtberg Großschönau  Brand einer Gartenlaube
24.02.2024  Brandeinsatz  in Hörnitz Ernst Thälmannstraße  Brand eines PKW an
17.02.2024  Hilfeleistung  in Hutberg Großschönau  Gemeldete Hilfe Rufe aus

Aus unserer Galerie


Vom Wetter im Sommer ´23

Inzwischen sind wir wohl alle daran gewöhnt, dass jeder simple Wetterbericht von den fürsorglich erzieherischen Wettermoderatoren mit Hinweisen zur angeblich bereits stattfindenden Klimakatastrophe aufgeblasen wird. Da halten wir uns doch lieber an die nicht weniger ungenauen alten Regeln zum Wetter. Also etwa die zum Siebenschläfertag und das Wetter am Anfang des Monats Juli. Läge eine stabile Hochdrucklage vor könnten wir vielleicht mit sehr schönem Sommerwetter rechnen. Werden wir aber von einer Folge von Tiefdruckgebieten erreicht, wie es jetzt wieder einmal der Fall ist, sieht es eher nach dem für unsere Gegend typischen, wechselhaften Sommerwetter aus. Auch für unsere Feuerwehrleute scheint nicht ständig die Sonne. Bedrückende Ereignisse wechseln sich mit angenehmen Erlebnissen ab. So kam es am 14. Juni gegen Mitternacht in der Nähe des Abzweigs nach Jonsdorf zu einem schweren Verkehrsunfall auf der ortsverbindenden Straße von Bertsdorf nach Olbersdorf. Der Fahrer eines sehr starken Sportwagens (350 PS) hatte offenbar die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und sich überschlagen.

Die Ursachen dafür bleiben unklar. Den Einsatzkräften aus Zittau, Bertsdorf, Hörnitz und Großschönau bot sich ein Bild der kompletten Zerstörung. Der Fahrer, wie es sich später herausstellte, ein 28jähriger junger Mann, war in dem auf dem Dach liegenden Fahrzeugwrack eingeklemmt und befand sich in höchster Lebensgefahr. Mit dem Notarzt wurde auf eine „Crash-Rettung“ entschieden. Unsere Kameraden befreiten den Fahrer im Eiltempo. Ihre Handgriffe waren eingespielt, was unter den schwierigen Bedingungen eine hervorragende Leistung war. Die Rettungskräfte kämpften um das Leben des jungen Mannes. Zeitgleich landete der Rettungshubschrauber. Über der gesamten Szene lag eine fast unerträgliche Anspannung. Der Verunglückte wurde nach Dresden geflogen. Doch dort erlag er leider am nächsten Tag seinen schweren Verletzungen. Soweit der Einsatzbericht von Kommandant Fabian Hälschke. Derartige Erlebnisse sind für die Kameraden mit einer hohen psychischen Belastung verbunden. Nach dem Einsatz wurde darüber gesprochen, wobei sich zum Glück herausstellte, dass alle Beteiligten damit zurechtkamen. Für uns alle wird deutlich, wie wichtig es ist, dass Menschen zur Feuerwehr gehen, Ausbildungen und Übungen absolvieren, um im Ernstfall zur Stelle zu sein und richtig zu handeln. Ebenso wichtig ist das eingespielte, ortsübergreifende Handeln der Feuerwehren, um im Schulterschluss komplizierte Einsätze meistern zu können. Auch das wird nicht nur einmal geübt.

Etwas einfacher war es am 16. Juni, als der Einsatzgrund als drohender Sprung einer Person vom Dach eines Wohnblocks in Großschönau beschrieben wurde. Zum Glück haben wir auch sportlich sehr tüchtige Feuerwehrleute, die den Dachboden des Hauses erreichten, bevor der Mann seinen Plan verwirklichen konnte. Er wurde dem Rettungsdienst übergeben und auch die Polizei befasst sich mit der Angelegenheit. Wesentlich angenehmer waren die jüngsten Begegnungen mit den Partnern und Freunden in Varnsdorf, auch wenn es die eine oder andere Spontanität bei den Terminen gab. Jedenfalls waren die Großschönauer Feuerwehrleute am Sonnabend, dem 24. Juni zu einer Schauvorführung während des Stadtfestes anlässlich des 160jährigen Jubiläums der FFW Warnsdorf/Varnsdorf (heute Jednotka sboru dobrovolných hasičů (JSDH)) eingeladen, an der sie auch teilnahmen und assistierten. Es ging unter anderem um einen verunglückten PKW im Rahmen einer Schauvorführung. Die kurzfristige Überraschung bestand darin, dass am davorliegenden Donnerstag die Nachricht aus Varnsdorf kam, dass Bürgermeister Josef Poláček am Freitagabend um 22.00 Uhr alle Feuerwehrleute, die im vorigen Jahr den Waldbrand in der Böhmischen Schweiz bekämpft hatten, mit einer Waldbrandmedaille auszeichnen würde. Danach sollte der Feuerwehr-Musikbrunnen aufgeführt werden. Zuvor war um 21:40 Uhr ein musikalischer Auftritt des Großschönauer Feuerwehr- Spielmannszug geplant. Also glühte bei Kommandant Fabian Hälschke gewissermaßen das Telefon, denn es waren nicht nur die eigenen Feuerwehrleute, sondern auch die Kameraden aus Bertsdorf und Oderwitz sowie der Kreisbrandmeister zusammen zu trommeln. Außerdem brauchte der Bürgermeister eine Liste mit den Namen aller Feuerwehrleute, die am Löschangriff auf Mezná beteiligt waren, vorzugsweise Vorname, Nachname und Zugehörigkeit. Das alles funktionierte dann ganz gut, und die deutschen Feuerwehrleute bekamen zusammen mit den Varnsdorfern und dem Wehr- und Einsatzleiter aus Hřensko unter großem Applaus der vielen Zuschauer die Waldbrandmedaille überreicht. Es war doch ein sehr schönes Dankeschön. Am 30. Juni fand eine schon lange fällige Gewässerausbildung statt.

Der Anglerverband, dem hiermit noch einmal herzlich gedankt wird, ermöglichte der FFW die Nutzung des Goldfabianteichs. Damit konnte der Umgang mit Trailer und Boot wieder einmal geübt werden. Alles war technisch völlig in Ordnung, und ein paar Kameraden freuten sich über die „Kahnpartie“. Damit schließt sich für heute der Kreis, und der etwas schräge Vergleich mit den Wetterereignissen findet ein brauchbares Ende: Nach dem „Tief“ mit dem schlimmen Verkehrsunfall nun das abschließende „Hoch“ mit den Waldbrandmedaillen und einer sommerlichen Kahnfahrt.

© Text CM, Bilder FFW