Die letzten Einsätze

16.05.2020  Brandeinsatz  in Großschönau Hofebusch  Gemeldeter Borkenkäfer
10.05.2020  Brandeinsatz  in Großschönau Glodfabianteich  Brand eines
22.04.2020  Brandeinsatz  in Hutbergstraße  Waldbrand Hutbergstraße

Aus unserer Galerie


Stare an der Mandau?

Natürlich, die Stare sind schon längst bei uns und äffen alles nach, aber darum geht es heute eigentlich nicht. Gemeint sind viel mehr unsere „Fernseh-Stars“ von den Freiwilligen Feuerwehren in Varnsdorf und Großschönau! Nach der Ankündigung im vorherigen Nachrichtenblatt ist zu hoffen, dass die MDR-Sendung „Die Lebensretter“ vom 20. März um 20.15 Uhr in Großschönau und Umgebung von vielen Leuten gesehen wurde. Wer sie verpasst hat, kann sie sich im Internet (MDR Mediathek) auch noch nachträglich ansehen. Die Dreharbeiten für die Sendung fanden am 15. und 16. März statt.

 

Die Gemeindefeuerwehr Großschönau und die FFW Varnsdorf (Sbor dobrovolných hasičů Varnsdorf) waren in einer Stärke von 3/5/32, also insgesamt 40 Kameraden und mit 9 Fahrzeugen an beiden Tagen in die Übungen eingebunden. Am 15. März ging es zunächst um einen angenommenen „Fabrikbrand“ in der Frottana, der in der Lagerhalle 4 simuliert wurde. Als zusätzliche Schwierigkeit galt die Annahme, dass die interne Löschwasserversorgung der Firma ausgefallen war, und im Löschwasserteich wegen Sanierungsarbeiten kein Wasser zur Verfügung stand. Das Ziel der Übung bestand in der Überprüfung der (grenzüberschreitenden) Alarmierungswege, in der Koordinierung der Anfahrt aller Einsatzfahrzeuge, ihrer strategischen Positionierung im Firmengelände, der Bildung von Einsatzabschnitten und im deutsch-tschechischen Zusammenspiel. Die deutsche Feuerwehrtechnik ist weitgehend vertraut, aber insbesondere für Technikliebhaber stellt der „Auftritt“ der Varnsdorfer Tatras in vollem Schwung immer etwas Besonderes dar. Die oben beschriebene operativ-taktische Situation war geradezu auf diese Fahrzeuge zugeschnitten. Der Tatra CAS 24 / T 815 transportiert 3.000 l Löschwasser und der CAS 32 / T 813 (manche von uns haben diese Fahrzeuge als mächtige Artillerieschlepper erlebt) führt immerhin 8.000 l Wasser mit sich und könnte sich damit auch noch im Gelände bewegen. Damit kann man schon mal ohne Löschteich auskommen. Die Feuerwehr bedankt sich herzlich bei der „Frottana“, namentlich den Herren Goralski, Feld und Schuster, für die konstruktiven Absprachen im Vorfeld der Übung und die gute Zusammenarbeit bei der gelungenen Übung.

Die operativ-taktische Annahme für den nächsten Tag ging von einer Hochwassersituation aus, während der eine hilflose Person (stellvertretend aus dem Badesee „Rybník“ in Varnsdorf) geborgen werden musste. Das Ziel der Übung bestand im Training des Zusammenspiels der bekannten „Ziel 3-Technik“ (Boot aus Großschönau, Trockenanzüge und Unimog mit Ladekran aus Varnsdorf). Die hilflose Person wurde zunächst mit dem Boot angesteuert und von FW-Leuten im Trockenanzug geborgen. Person (auf einer Universaltrage UT 2000) und Boot wurden danach mit dem Kran-Arm aus dem Wasser gehoben. Man stelle sich dabei anstelle des Rybníks eine vier Meter hohe Ufermauer der Mandau vor! Eine Rettung, „wie im Film“! Übrigens, zur Bergung der „Richard Goldberg“ wurde ein Universalladegeschirr benutzt, ebenfalls eine der Wirklichkeit nahe Einsatzsituation, denn das Boot ist ziemlich schwer. Auf dem Rybník gab es eine Menge Wind, weshalb der „Paddelantrieb“ des Rettungsbootes an seine Grenzen stieß. Eine Nachrüstung mit einem geeigneten Motor erscheint als unumgänglich. Die Feuerwehr ist schon ein bisschen stolz darauf, dass über die gute Zusammenarbeit mit den Varnsdorfer Kollegen nun auch in der ortsüberschreitenden Öffentlichkeit berichtet wurde. (Die Bilder: Jiři Sucharda / Fabian Hälschke / Henry Postler; „Uund Äktschn!“)

Manchmal gibt es mehr Höhepunkte im Feuerwehrleben, als Möglichkeiten zur gleichberechtigten Berichterstattung. Dabei hatte am Vorabend der „MDR-Übung“ die jährliche Hauptversammlung der Gemeindefeuerwehr (TO vgl. Nachrichtenblatt Nr. 3) in der „Hubertusbaude“ stattgefunden. Jahresberichte und Einsatzstatistik wurden vorgetragen und gebilligt, BM Frank Peuker blickte auf das Jahr 2013 zurück und würdigte die Arbeit der Feuerwehr, der Kreisfeuerwehrverband und und Lenka Holubova von der FFW Varnsdorf (Sbor dobrovolných hasičů Varnsdorf) trugen freundliche Grüße vor. Vor allem aber wurden mit herzlicher Gratulation zahlreiche Kameraden befördert und geehrt.

Beförderungen:

Zum Feuerwehrmann: Julius Richter, Martin Steinbock, Tom Ressel, Kevin Lukesch, Toni Kapheim, Thomas Ohlberg

Zum Hauptfeuerwehrmann: Samuel Hänsch

Zum Löschmeister: René Schicht

Zum Hauptlöschmeister: Mike Oehme

Zum Brandmeister: Maik Müller

Dienstjubiläen:

10 Jahre aktiv: Samuel Hänsch, Peter Engelmann, Volker Lademann, Steffen Schumann

10 Jahre: Konstanze Schaaf, Katerina Schaaf, Frank Schaaf

20 Jahre aktiv: Sebastian Funk, Friedrich Grosse / 20 Jahre: Michael Hamann

30 Jahre: Michael Rudolph

40 Jahre: Harald Müller, Klaus Häbler, Walter Reinisch, Horst Engelke, Rolf Englisch, Wolfgang Fichtner, Rainer Köhler

50 Jahre aktiv: Dieter Neumann / 50 Jahre: Rolf Großmann

Insbesondere die beiden letztgenannten Jubiläen verdienen besondere Beachtung. Das Bild zeigt stellvertretend für alle Jubilare den heute 76jährigen Rolf Großmann.

Darüber hinaus wurden die Kameraden Frank Renner, Christian Müller und Harry Herfurt für besondere Dienste um die FFW mit einem Gutschein für die Kaffeerösterei Waltersdorf ausgezeichnet. Kai Lange übernahm die Funktion des Maschinisten von Marco Neumann.

Abschließend dankte die Feuerwehrleitung noch einmal allen für die geleistete Arbeit sowie dem Gemeinderat und dem Bürgermeister für die Unterstützung.

Am späten Nachmittag des 29.03.2014 war unsere Feuerwehr im Einsatz. Die Rettungsleitstelle registrierte einen Alarm der Brandmeldeanlage im AWO-Pflegeheim "An der Mandau". Die gesamte Gemeindefeuerwehr wurde alarmiert. Die Kameraden waren kurzfristig zur Stelle nahmen ihre bereits bei der Eröffnung des Heimes festgelegten Positionen ein. Parkende Autos auf der Theodor- Häbler-Straße behinderten nachrückende Kräfte. Im 2. Obergeschoss fand im Gemeinschaftsraum eine Grillparty mit einem Elektrogrill statt. Der dabei entstandene Rauch verteilte sich rasch und erreichte einen der Brandmelder, welcher vorschriftsmäßig einen Großalarm auslöste. Es konnte schnell Entwarnung gegeben werden Die Einsatzleitung reaktivierte die Brandmeldeanlage und ermahnte die Mitarbeiterinnen zu etwas mehr Umsicht. In der Küche gibt es eine gut funktionierende Abzugshaube, aber auch auf dem Balkon könnte ein Elektrogrill betrieben werden. So hätte der Einsatz vermieden werden können.

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