Die letzten Einsätze

26.02.2024  Brandeinsatz  in Gartensiedlung am HUtberg Großschönau  Brand einer Gartenlaube
24.02.2024  Brandeinsatz  in Hörnitz Ernst Thälmannstraße  Brand eines PKW an
17.02.2024  Hilfeleistung  in Hutberg Großschönau  Gemeldete Hilfe Rufe aus

Aus unserer Galerie


Ein abwechslungsreicher Juni

Hinsichtlich des Wetters wäre es sicher angemessen, das Wort „wechselhaft“ zu verwenden. Richtig Sommer mag es in diesem Jahr offenbar nicht werden. Allerdings, für die Feuerwehr, ihre Einsätze und Übungen ist dies eher ohne Bedeutung. Die ersten zehn Tage des Monats standen im Zeichen eines bundesweiten Hochwassers. Auch unsere Feuerwehrleitung war am ersten Juniwochenende angesichts der sich entwickelnden Hochwasserlage seitens der Landeshochwasserzentrale gefordert, die Pegelstände an kritischen Stellen von Lausur und Mandau zu überwachen.

Alle Vorbereitungen zur Bekämpfung eines möglichen Hochwassers wurden getroffen. Am Sonntag, dem 9. Juni, erfasste dann ein Unwetter einen Teil des Erzgebirges, der Sächsischen Schweiz und des Oberlausitzer Berglandes. Insbesondere der Einzugsbereich des Landwassers war stark betroffen. Innerhalb von zwei Stunden sorgten Regengüsse und Schlammlawinen dafür, dass dessen Pegel von etwa 18 cm auf über 2,50 m stieg. Damit waren die Folgen für viele Anwohner heftiger, als im Jahr 2010. Auch die Ortswehr Großschönau wurde alarmiert und fand sich dann in voller Besetzung mit Fahrzeugen und Mannschaft in einem zwölfstündigen Einsatz wieder. Die FFW Großschönau war als eine der ersten Wehren vor Ort und übernahm den Abschnitt „Personenrettung“. Dank des geländegängigen Unimog SW 2000 waren Wassertiefen von 1.20 Meter eher kein Hindernis. So konnte Eingeschlossene schnell geborgen und an den Rettungsdienst übergeben werden. Als dann die OFW Waltersdorf zur Unterstützung hinzustieß, war die Gemeindewehr „pumpentechnisch“ komplett und konnte sich den weiteren Aufgaben widmen. Die seit Mai vorhandenen Hochwasserpumpen vom Typ „Chiemsee A“ wurden auf den Fahrzeugen mitgeführt. An der Dorfstraße wurden nun der Reihe nach die Keller „abgearbeitet“. Eine derartige Pumpe kann 2200 Liter Wasser pro Minute fördern. Gegenstände bis zu 8 cm Durchmesser stellen kein Problem dar! Für unsere Wehr war es ein erfolgreicher Einsatz.

Am Donnerstag, dem 13. Juni, fand dann eine „scharfe“ Einsatzübung statt. Um 17.58 Uhr wurde eine starke Rauchentwicklung in der Emil-Schiffner-Straße 12 gemeldet. Keller und Treppenaufgang waren stark verraucht, eine Person befand sich am Fenster, eine weitere wurde vermisst. Das erste Fahrzeug der Gemeindewehr traf um 18.03 Uhr ein. Der Einsatzleiter, OWL Fabian Hälschke, stellte die Lage fest und ordnete die nachrückenden Kräfte beider Ortswehren für den Einsatz. Die Ziele der Übung (Erkennen von Gefahrenschwerpunkten, Suche und Rettung von Personen, richtiges Verhalten der Atemschutzträger, Taktik des Vorgehens, Absicherung der Einsatzstelle, stabile Wasserversorgung) wurden sehr gut erreicht. Insbesondere die Suche nach der vermissten Person im Keller erwies sich als harte, realistische Herausforderung. Die Person am Fenster wurde über Steckleitern geborgen. Bürgermeister Frank Peuker war vor Ort und verfolgte gespannt die gesamte Übung.

Der Dank der Feuerwehr gilt in besonderem Maße Herrn Geschäftsführer Tobias Steiner und der WWG für die Genehmigung zur Nutzung der Immobilie. Herr Böhm von der WWG kümmerte sich um die technischen Einzelheiten. Die Feuerwehr ist dankbar für die zuverlässige Partnerschaft seitens der WWG und für deren beständige Unterstützung. Es ist schließlich auch nicht der Normalfall, dass in einem intakten Wohnhaus eine Einsatzübung der Feuerwehr stattfinden kann.

Am Freitag, dem 14. Juni, nahm unsere FFW auf Einladung der FFW Varnsdorf an einer „Wasserfontaine“ anlässlich des 150jährigen Bestehens der dortigen Feuerwehr teil, und wurde so, inmitten der vielen böhmischen Feuerwehren und zur Erbauung der Varnsdorfer Bürger, zu einem Teil eines großen Spektakels aus Licht und Wasser zu Musik von Bach und Mozart. Es war ein schönes Ereignis.

Der Rest des Monats sollte dann etwas ruhiger verlaufen. Am 29 Juni fand bei günstigem Wetter auf dem Sportplatz von Herwigsdorf bei Löbau der diesjährige Kreisjugendfeuerwehrtag statt, an dem 28 Jugendfeuerwehren teilnahmen. Die Gemeindefeuerwehrleitung, vertreten durch StvGWL Fabian Hälschke und StvOWL Gottfried Neumann, besuchte die Großschönauer Jugendfeuerwehr und stand ihr für eine Weile zur Seite. Unsere Mädchen und Jungen haben sich wacker geschlagen und damit ihren Ausbildungsstand dokumentiert. Leider reichte es, zumindest in den ersten Läufen, dieses Mal nicht für Plätze auf dem Siegerpodest. Am Nachmittag startete dann das von den Waltersdorfer Kameraden sorgfältig vorbereitete Depotfest. Mit einem großen Zelt auf dem Vorplatz war man für jedes Wetter gerüstet. Es gab nach der Eröffnung durch Henry Postler zunächst böhmische Blasmusik aus Varnsdorf in einer eher jugendlichen Besetzung der Kapelle. Bald waren alle Plätze in Depot und Zelt von den Blasmusikfreunden aus der gesamten Gemeinde besetzt. Kaffee und Kuchen, natürlich auch etwas Bier, trugen zur guten Stimmung bei. Am späteren Abend spielte dann die Waltersdorfer Feuerwehrband „Status 2“ auf. Es war ein gelungenes Sommerfest. Die Feuerwehr nahm auch am Sommerfest der Kirchgemeinde am 30. Juni teil und erstand eine der angebotenen Orgelpfeifen, um auf diese Weise den Neubau der Orgel zu unterstützen.

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