Die letzten Einsätze

05.02.2019  Hilfeleistung  in Großschönau Am Damm  Türnotöffnung nach
20.12.2018  Hilfeleistung  in Großschönau  Türöffnung mit
20.11.2018  Hilfeleistung  in Waltersdorf Ortslage Herrenwalde  Türnotöffnung Hilflose

Aus unserer Galerie


Der Lauf der Dinge

Das vom Wetter her betrachtet durchaus bemerkenswerte Jahr geht mit großen Schritten seinem Ende entgegen. Bisher deutet, bis auf die kurzen Tage, nur wenig auf den bevorstehenden Winter hin, und hinsichtlich eventueller Vorhersagen gilt der altbekannte Satz, der von Mark Twain stammen soll: Prognosen sind schwierig, besonders dann, wenn sie die Zukunft betreffen. Das alles kann die Feuerwehrleute nicht beeindrucken, sie gehen ihren Pflichten und selbstgewählten Aufgaben nach. Im Oktober gab es fünf Einsätze. Am 10. Oktober brannte eine Waldfläche im Königsholz an der B178, das war wieder ein Fall für das TATRA-TLF. Dann brannte am 13. Oktober ein Mülleimer auf dem Spielplatz des Gemeindeparks, und am 14. Oktober war eine Hilfeleistung im Trixi-Bad erforderlich. Das Dach des Eingangsgebäudes drohte abzustürzen.

Ein Flächenbrand am Bahndamm nahe der Grenze musste am 17. Oktober gelöscht werden. Und am 20. Oktober fand bei den Feuerwehrfreunden in Svojkov eine internationale Einsatzübung unter Einbeziehung der Gemeindefeuerwehr Großschönau statt, bei der es tüchtig zur Sache ging: Verkehrsunfall, eingeklemmte Person. Also kam wieder einmal die bewährte hydraulische Schneid-und Spreiztechnik zum Einsatz, und ein altes Auto wurde auf diese Weise zum Cabrio gemacht. Diese gemeinsame Übung ist für alle von Nutzen und festigt die grenzüberschreitenden Partnerschaften. Noch am gleichen Tag fuhr dann der TATRA nach Mittelherwigsdorf zu einer Technikschau. Damit wurde ein Wunsch der Mittelherwigsdorfer Kameraden erfüllt, und die Besucher hatten die Möglichkeit, das nun schon ziemlich bekannte TLF aus der Nähe zu sehen. Also war in den beiden mittleren Oktoberwochen die Ereignisdichte für unsere Feuerwehrleute ziemlich hoch. Interessant ist, dass der „TATRA“ den Bekanntheitsgrad der Großschönauer Feuerwehr stark erhöht hat. Sogar aus dem kanadischen Ort Sorel -Tracy am Sankt-Lorenz-Strom nördlich von Montreal kommen Anfragen zu Ärmelabzeichen der Großschönauer Wehr. Aus dem Kreis der Kameraden ist über Freud und Leid zu berichten. An seinem 79 Geburtstag starb mit Rudolph (Rudi) Goldberg ein Urgestein der Großschönauer Wehr im Kreise seiner Familie. Im März 2017 wurde er mit einem Ehrenkreuz für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr ausgezeichnet und freute sich darüber sehr. Rudi war bei den Kameraden sehr beliebt. Er interessierte sich bis zuletzt für das Geschehen in der Wehr und nahm, solange es möglich war, an der Ausbildung und an Ausfahrten teil. Seine Zigarre gehörte dazu. Wenn es auf der Bahnhofstraße nach Zigarre duftete, war Rudi gemächlich in Richtung Depot unterwegs, in Uniform und mit den Händen auf dem Rücken.

Ein witziger Spruch gehörte bei ihm immer dazu. Auf diese Weise wird „Rudi“, der von den Kameraden sehr vermisst werden wird, zu einer Legende der Feuerwehr. Die Wehrleitung und alle Kameraden kondolieren seiner Frau und der Familie von Herzen und werden ihn in ehrender Erinnerung behalten. Wesentlich erfreulicher ist die Nachricht über den 70. Geburtstag von Kamerad Klaus Häbler. Eine Abordnung überbrachte die herzlichen Glückwünsche aller Kameraden und des Kommandanten. In der Familie Maik Müller erblickte ein kleines Mädchen das Licht der Welt. Wehrleitung und alle Kameraden gratulieren von Herzen und wünschen dem Kind und den Eltern alles Gute. Zur Wintersonnenwende am Freitag, dem 21. Dezember um 18.00 Uhr, lädt die Feuerwehr Großschönau zum Ausklang des Jubiläumsjahres „160 Jahre FFW“ alle Interessenten zu einem Lagerfeuer am Depot ein. Es wird weihnachtliche Musik geben, sowie entsprechende Getränke, und der Spielmannszug steht für die Begleitung eines Lampionumzuges durch das verschneite Großschönau (Prognosen sind schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen) bereit. Die Feuerwehrleute freuen sich auf weihnachtlich gestimmte Besucher.

© Text CM